Abkürzungen und Fachausdrücke

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Abkürzungen und Fachbegriffe - Zwillen-Wiki

Hallo Wissbegierige

Vermutlich bist du noch nicht solange dem Zwillen-Virus verfallen, bist evtl. bereits Mitglied in einer Facebook-Gruppe, und fragst dich einfach ab und an was zum Teufel meinen die da mit einigen Abkürzungen oder Begriffen die der „Normalsterbliche“ üblicherweise nicht im täglichen Sprachgebrauch verwendet – oftmals nicht mal im Wortschatz gespeichert hat.

Also, bringen wir etwas Licht ins Dunkel der Slingshot Terminologie und Abkürzungen. Wir versuchen hier die gängigen Abkürzungen sowohl in Deutsch, als auch in Englisch zu erklären. Oftmals werden die englischen Bezeichnungen gerne übernommen, daher kommt man aus der Nummer nicht raus. Auch wenn es erstmal aussieht wie Vokabeln lernen in der 7. Klasse, werdet ihr euch wundern wie schnell man alle diese Begriffe in seinen täglichen Zwillunken-Talk aufnimmt.

Du kannst einfach runterscrollen und dir alles durchlesen, oder du nutzt das folgende Inhaltsverzeichnis um gezielt zum Punkt zu kommen der dich gerade interresiert.

Inhaltsverzeichnis

Aiming Point / Referenzpunkt zum Zielen

So wird der Punkt bezeichnet den ihr euch an eurer Fletsche sucht um ein Ziel anzuvisieren. Meistens eine Ecke der Gabel, oder eine Linie auf dem Band. Da kann jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen, solange er es auch wiederholen kann. Ähnlich wie bei Kimme und Korn. Der Aiming Point würde hier dem Korn entsprechen, die Kimme bilden normalerweise eure Bänder.

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Aktive Bandlänge / Active Band Length

Das bezeichnet die Länge des Latexbandes nach der Anbindung an der Pouch und an der Gabel. Also die tatsächliche Länge zwischen Pouch und Gabel. Wer mit einer aktiven Länge von 16 cm schießen möchte, muss zu den 16 cm noch die Länge dazu rechnen die er benötigt um das fertige Band an der Gabel und Pouch zu befestigen. Das kann je nach Anbindungsmethode durchaus unterschiedlich sein, und erfordert Erfahrungswerte. Wie man die aktive Bandlänge genau berechnet könnt ihr hier nachlesen.

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Ankerpunkt / Anchor Point

Bezeichnet den Punkt bis zu dem ihr das Band auszieht. Wie beim Bogenschießen, kommt es auch beim Schießen mit der Fletsche auf immer wiederholbare Abläufe und Bewegungen an. Der Ankerpunkt liegt bei Anfängern, aber auch vielen Fortgeschrittenen, irgendwo zwischen Mundwinkel, Wangenknochen oder Ohrläppchen. Wer alle Variablen einer Gleichung gleichzeitig ändert, wird nie zur Lösung kommen. Daher bietet ein fester Ankerpunkt die Möglichkeit die Position der Zwille zu verändern, um sich so langsam an das Ziel ran zu tasten.

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Bandset

Ein fertiges Bandset besteht aus zwei Latexstreifen an die bereits eine Pouch angebunden ist. Da gibt es dann wieder Unterschiede zwischen OTT-Bandsets und TTF-Bandsets, aber da geht es hauptsächlich um die Anbindung der Pouch, und ob diese in einer Ebenen mit dem Latex verläuft, oder eben senkrecht dazu steht. Mach dir darüber aber jetzt keinen Kopf. Erstmal ist ein Bandset ein Bandset – fertig. Und mit jedem Bandset kannst du Kugeln beschleunigen. Die o.g. Feinheiten sind eher Glaubensfrage und Kosmetik.

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Bare Back / Frameless

So bezeichnet man das Schießen ohne Frame. Also nur mit Latexband oder Tubes (Rundgummi´s), welche so zwischen den Fingern gehalten wird, dass eure Finger die Gabel ergeben. Eine lustige Sache, aber sicherlich nicht der Tipp für Anfänger. Es sei denn ihr wollt durch Frust und Schmerz lernen.

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Board Cut

Hier ist Vorsicht geboten, denn im englischen und deutschen versteht man ggf. etwas anderes. Im englischen wird ein Board Cut als Ausschnitt einer Zwillenvorlage aus Multiplexholz bezeichnet. Im deutschen jedoch vor allem als Ausschnitt einer Vorlage aus einem Brett (Vollholz oder Leimholz). Bei einer Steinschleuder aus Leimholz, wie man es im Baumarkt oft für diverse Regaleigenbauten bekommt, besteht höchste Bruchgefahr. Auch halten Vollholzbretter, je nach dem wie die Maserung verläuft oft nicht die Kräfte aus die durch die Latexbänder auf sie wirken. Bei Multiplex Brettern besteht keine Gefahr. In der Regel werden für den Zwillenbau Stärken ab 10-12mm genutzt. Da ist man auf der sicheren Seite.

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Butterfly / Full Butterfly / Half Butterfly

Im Gegensatz zum Kurzen Auszug (Mundwinkel bis Ohrläppchen) bezeichnet man den Auszug bis zur Schulter, und allem weiterem bis zu voll ausgestrecktem Arm als Butterfly Style. Hier werden die Bänder deutlich schmaler geschnitten, da die Latexmenge über die Bandlänge kommt. Absolute Höchstgeschwindigkeiten sind wohl nur so zu erreichen. Für Anfänger meiner Meinung nach aber nicht geeignet. Die Gefahr von RTS erhöht sich, und ein fester Ankerpunkt ist schwer zu definieren. Da kann man sich ja später noch rantrauen.

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Clips / Clamps

Im Deutschen meist Clips genannt, im Englischen oftmals auch Clamps, sind im Prinzip Klemmen um die Bandsets an der Gabel zu befestigen ohne diese Anbinden zu müssen. Hier unterscheidet man noch optionals Clips / Nachrüstclips und bereits im Frame integrierte Clips. Eine einfache und schnelle Methode Bänder zu befestigen. Gerade für Anfänger eine echte Erleichterung, die besonders bei der Findung der optimalen Bandlänge viel Zeit und Gefummel spart. Es gibt zwar einige Schleudern die damit ausgestattet sind, aber definitiv deutlich mehr die diese Möglichkeit nicht haben und auch nicht nachgerüstet werden können. Insofern sollte man die klassische Methode schon lernen. 

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Core / Kern

Materialien die eher nicht stark genug sind um eine Schleuder daraus zu bauen, kann man mit einem Kern versehen. Dieser ist dann oftmals aus Aluminium, Stahl, G10, Carbon, PC, Multiplex oder ähnlich festen Materialien. Euer schön gemasertes Holz, selbstgemachtes Micata oder selbst gegossene Resinformen können dann problemlos auf den entsprechenden Kern geklebt werden, und die Bruchgefahr der Zwille ist gebannt.

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Flippen

Als Flippen, oder auch aktives Schießen bezeichnet man die Bewegung der Zwille nach vorne, welche genau mit dem Release synchronisiert sein muss. Im Idealfall beschleunigt man somit die Kugel nochmal um ein paar Prozent mehr als bei statischer Haltung der Zwille beim Abschuss. Viele PFS Schützen nutzen diese Technik, auch wenn sie nicht zwangsweise notwendig ist. Für Anfänger jedoch eher ungeeignet, da auch hier die Flugbahn der Munition leicht verändert wird, und ein konstantes Trefferbild schwieriger zu erreichen ist.

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Fork / Gabel

So wird der Teil der Zwille bezeichnet an dem die Bänder oder Tubes befestigt werden. Also das „v“ von dem „Y“.

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Fork Hit

Bezeichnet den Umstand wenn eine Kugel nicht ihr Ziel erreicht, sondern geradewegs gegen die Gabelseite geschossen wird die zum Schützen zeigt. Sollte bei richtiger Technik fast ausgeschlossen sein. Daher auch der Rat an Anfänger, mit einem Multiplex Zwille oder günstigen Einsteiger Frames zu beginnen. Damit lernt man die Technik genau so gut wie mit einem 400€ Custom Frame. Letzterer dürfte euch bei einem Forkhit allerdings Tränen in die Augen treiben. Und das wollen wir doch nicht.

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Gangsta-Style

Was bei vielen Action Filmen echte Pistolenschützen nur mitleidig mit dem Kopf schütteln lässt, also die Art wir die „Gangsta“ ihre Knarren seitlich halten um einfach cooler auszusehen, ist im Slingshots Alltag eine sehr gebräuchliche und sinnvolle Haltung der Zwille. Man hält die Fletsche also so, dass ein Gabelende nach oben, und das andere nach unten zeigt. So kann man über das Band und seinen Aimingpoint das Ziel anvisieren. Zudem ist die Körperhaltung so deutlich angenehmer, da man ja seitlich zum Ziel steht. Würde man die Schleuder mit beiden Gabelenden nach oben halten, wie es viele noch aus der Kindheit kennen, müsste man das Handgelenk verdrehen, was auf Dauer nicht viel Vergnügen bereitet. Aber auch hier gibt es Ausnahmen die die Regel bestätigen, denn es gibt durchaus einige Schützen die mit dem „Up-Right“ Style sehr gut treffen. Der Gansta-Style sagt nur was über die Position/Haltung der Schleuder aus, jedoch nichts über den Griff. Egal ob PFS, Pinch-Grip, Hammer Grip oder Thumb-Support, alle Griffarten können im Gangsta-Style geschossen werden.

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Hammer Grip

Ist eine Art den Griff der Sportschleuder zu halten/fassen. Wie das Wort schon vermuten lässt umfasst man hierbei den Griff mit der ganzen Hand, ähnlich wie man eben auch einen Hammerstiel greifen würde. Nicht alle Zwillen lassen diese Grifftechnik zu, aber es gibt einige Modelle die speziell hierfür ausgelegt sind. Nicht unbedingt die geläufigste Form und Variante, aber deshalb nicht schlecht oder unbeliebt.

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Handslap

Ein Handslap ist ein Schlag auf den Handrücken, bzw. die Finger der Hand die die Schleuder hält. Diese kommen gerade bei OTT zustande, und sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die benutzen Bänder zu stark für die geschossene Munition sind. Die Restenergie, welche nicht vom Band auf die Munition abgegeben werden konnte, schlägt dann in Form des Handslap auf die Finger. Kann von nervig bis äußerst unangenehm werden. Gerade im Winter bei kalten Fingern eine Freude. Kann man aber leicht vermeiden indem man seine Bandsets auf die Munition abstimmt.

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Natty

Als Natty bezeichnet man eine Zwille die aus einer Astgabel gebaut wurde. Eine nicht zu unterschätzende Form, die immer wieder Spaß macht und einem zeigt, dass es nicht auf teure Frames, sondern eher den Schützen dahinter ankommt. Dabein solltest du aber beachten, dass auch eine Natty gewisse Abmessungen einhalten sollte um Spaß zu machen und sicher zu sein. Als Anfänger finden wir sie daher eher ungeeignet. Meist weiß der Anfänger ja nicht viel über die Zwillengeometrie. 

Einen eigenen Beitrag zu diesem Thema findest du hier.

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OTT

Over The Top. Hier werden die Bänder so angebunden, dass sie über die Gabel zum Ankerpunkt gezogen werden. Die Kugel neigt dazu auch etwas über die Gabel zu fliegen. OTT in Kombination mit Twist und Tweak macht Gabeltreffer (Fork Hits) eigentlich unmöglich. Ein für Anfänger sehr geeigneter Style. Meiner Meinung nach.

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PFS / OPFS

(Original) Pickle Fork Shooter. Kann man so nicht direkt übersetzen. Bezeichnet aber eine Gabel, deren Öffnung kleiner ist als die Munition die geschossen wird. Definitiv keine Anfängerschleuder. Hier kommt es auf die Technik an. Auch wenn einige ohne Tweaken und Twisten auskommen mögen, ist es jedoch eine gängige Methode mit einer PFS zu schießen. Dazu kommt noch das Flippen. Diese Art der Fletsche trainiert besonders das intuitive Schießen, da es kaum Möglichkeiten gibt mit Hilfe von Ankerpunkt und über die Bänder/ Tubes zu zielen. Was nicht heißen soll, das es nicht einige hervorragende Schützen in dieser Kategorie gibt. Anfangen würde ich damit jedenfalls nicht.

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Pinch-Grip

Eine weitere Art die Zwille zu halten. Pinch (aus dem engl. pinched) – einklemmen, beschreibt hierbei die Haltung der Zwille, indem man die Gabel zwischen Zeigefinger und Daumen fest einklemmt. Vorteil: Die Schleuder wird sehr sicher und fest in Position gehalten. Nachteil: Um die Gabelenden parallel zueinander halten zu können, muss das Handgelenk stark abgeknickt werden. Viele empfinden diese Haltung als unbequem nach vielen Schüssen. Das ist allerdings eine Meinungsfrage, die jeder mit sich ausmachen muss. Ich habe mit dem Pinch-Grip angefangen, bin aber nach einiger Zeit aus o.g. Gründen auf den Thumb-Support umgestiegen. Aber auch hier muss man sagen, es gibt spezielle Schleuderformen die speziell für den Pinch-Grip ausgelegt sind, und eine angenehme Haltung durchaus möglich machen.

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Pinky-Hole

Als Pinky Hole wird das in einigen Frames befindliche Loch am Ende des Griffes bezeichnet. dieses dient dazu den kleinen Finger (im engl. Pinky) durchzustecken. Gerade im Tumb-Support Griff bietet es eine zusätzliche Stabilität. Als bekennender WASP UniPhoxx Liebhaber habe ich mich mittlerweile so dran gewöhnt, dass es nur wenige Zwillen gibt die ich ohne Pinky-Hole gerne schieße.

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Pouch

Als Pouch (im engl. Tasche) bezeichnet man das „Lederstück“, welches die Kugel / Munition hält. Heutzutage ist Lederstück nicht mehr zeitgemäß, da fast alle Pouches aus Mikrofaser / Superfiber hergestellt werden. Es gibt auch Hybridversionen, welche verschiedenen Materialien kombinieren. Immer beliebter werden die sogenannten Pit Locating Pouches, welche über Vertiefungen links und rechts neben der eigentlichen Mitte der Pouch verfügen. Dort legt sich die Kugel förmlich rein und hat fast keine Chance innerhalb der Pouch zu verrutschen. Größe und Beschaffenheit einer Pouch sind ganz auf persönliche Vorzüge abzustimmen. Es gibt keine ideale Pouch, solange ihr nicht damit zurecht kommt.

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Release

Als Release (Freigabe) bezeichnet man das Loslassen der Kugel aus der Pouch. Ist das Release nicht sauber fliegt die Kugel unkontrolliert durch die Gegend. Idealerweise sollte man die Kugel in der Pouch von außen fassen, und diese dann ohne jegliche Ablenkung freilassen. Ich habe als Anfänger zumindest die Erfahrung gemacht, dass es sicherer ist die Kugel ein wenig vor der Kugel zu greifen. Der Release wird sicherlich etwas unsauberer, aber wenn man die Kugel direkt greift, und einen plötzlich die Kraft des Bandes überrascht, kann es schnell zu einem unkontrollierten Release kommen. Der mag zwar per Definition sauber sein, aber die Kugel fliegt trotzdem los wann sie will, und nicht wann ihr wollt. Auch hier gilt es meiner Meinung nach sich besser langsam ranzutasten.

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RTS

Return To Sender. Ein eher seltenes Phänomen. Besonders Butterfly sind gefährdet, und so ein RTS kann für den Schützen extrem unangenehm werden.  Hier bleibt die Kugel aus Gründen die ich nicht erklären kann in der Pouch hängen, und löst sich nicht beim Vortrieb des Bandes, sondern erst beim Rückstoß. Somit fliegt die Kugel „zurück zum Absender“. Also zu dir – dem Schützen. Da der Ankerpunkt irgendwo in Kopfhöhe liegt, kann das zu Verletzungen führen die kein Mensch braucht.

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TBG

Ist die gebräuchliche Abkürzung für Thera Band Gold. Eine Latexsorte die nicht mehr aktuell ist. Glücklicherweise haben wir jetzt Zugang zu etlichen Marken die speziell für den Schleudersport hergestellt werden. Diese haben bei jedem Vergleich die Nase vorn und haben TBG längst auf das sprichwörtliche Abstellgleis verwiesen. Lange Zeit war es das Band an sich. 

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Top Slots

Neben Clips / Clamps ebenfalls eine beliebte Möglichkeit des werkzeugfreien und schnellen Bandwechsels. Bei Eigenbauten weit verbreitet, bei fertigen Frames noch sehr selten. Aber die Top-Slotter schrecken nicht davor zurück Säge und Bohrmaschine auch an gekaufte Zwillen anzulegen um sich ihre Slots zu schaffen.

Bei Top Slots wird erst ein kleines Loch (3-3,5mm) durch die Gabel gebohrt, und dann senkrecht von der Anbindung gesehen ein Schlitz (Slot) in das Loch gesägt. Rollt man nun das Latexende seines Bandsets etwas auf kann man es unter Spannung durch den Schlitz bis in das Loch ziehen. Beim Loslassen wird das Aufgerollte Ende wieder etwas dicker und verhindert so durch Reibung das die Bänder aus dem Schlitz rutschen. Zugegeben, diese Methode ist nicht jedem geheuer und auch das Aufdrehen und einziehen will gelernt sein. Ein großer Nachteil ist ganz klar, dass die Gabelbreite gut zur Breite des Bandsets passen sollte. Ein schmales Band von 15mm Breite bekomt man jedenfalls nicht an eine Gabel mit 30mm. Bei Clips oder der klassischen W&T Methode ist das wiederum kein Problem.

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TTF

Through The Fork. Anders als bei OTT werden hier die Bänder seitlich an der Gabel angebunden, und die Munition fliegt somit „Durch die Gabel“. Viele TTF Zwillen haben eine etwas größere Gabelweite, obwohl bei richtiger Anwendung viele Schleudern sowohl OTT als auch TTF geschossen werden können. Bei reinen TTF Fletschen ist der obere Teil der Gabel zu schmal um dort Bänder im OTT Style anbinden zu können. Ein guter Einsteiger Frame für OTT und TTF, der sogar noch die Tubebefestigung vorgesehen hat, ist z.B. die UniPhoxx von WASP Slingshots. Die Anzahl der TTF Schützen ist im Verhältnis zu den OTT Schützen eher gering. Man kann es ja mal probieren und dann selbst entscheiden.

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Thumb-Support

Eine weiter Art die Fletsche zu halten. Anfänger meiden diese Griffart oftmals, da sie einen nicht sicheren Griff suggeriert. Zumindest im Vergleich zum Pinch-Grip oder Hammer-Grip. Das ist jedoch ein Trugschluss. Bei richtiger Anwendung ist die Haltung der Zwille im Thumb-Support genauso sicher wie die anderen Arten. Im Thumb-Support, welcher gerne mit dem Nutzen des Pinky-Hole kombiniert wird, greift man den Griff so, dass der Zeigefinger mehr oder weniger locker über das obere Gabelende gelegt wird, und der Daumen das untere Gabelende abstützt (nicht umgreift). Mit den verbleibenden Fingern wird der Griff stabilisiert, wobei ein Pinky-Hole sehr hilfreich ist. Bei dieser Griffart bleibt das Handgelenk fast ungebeugt, was viele als angenehm und natürlich empfinden.

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Tubes / Rundgummis

Sind entgegen der heutzutage meist bevorzugten Flachbänder eben rund. Allerdings nicht aus Vollmaterial. Tube, was soviel wie Rohr/Röhre aus dem Englischen übersetzt bedeutet, entspricht schon genau dem was man hier vorfindet. Viele finden die Bezeichnungen etwas kompliziert, aber sie beschreiben ziemlich präzise was man bekommt. Siehe Erklärung unten.

Einsatzgebiet:

Da Tubes weniger Oberfläche haben als Flachbänder wurden sie früher gerne im Winter genutz. Sie kühlen nicht so schnell aus. Das war damals bei Flachbändern ein Problem, was mit merklichem Leistungsabfall einherging. Kann man heute aber vernachlässigen. Die neuen Latexsorte sind auch auf tiefere Temperaturen ausgelegt.

Frameless Tube Sets sind bei einigen sehr beliebt. So hat man seine Schleuder immer am Handgelenk dabei. Anfänger sollten da aber erstmal vorschtig sein. Ein „Gabeltreffer“ kann da recht unangenehm werden.

Dann gibt es noch einige Zwillen die speziell für Tubes ausgelegt sind. Da werden sie nach wie vor benötigt. Zudem sind Tubes haltbarer als Flachbänder, allerdings bringen sie bei gleichem Auszugsgewicht auch weniger Leistung. Es ist also mehr Glaubensfrage. Kaum jemand den wir kennen schwört ausschließlich auf Tubes. Meist sind sie eine nette Abwechslung.

Beispiel: Tube Bezeichnung 1632
Bedeutung: Außendurchmesser = 3,2mm mit einem Innendurchmesser von 1,6mm

Das hat man schnell raus. Du solltest genau auf die Zahlen achten, denn viele denken z.B. das Tubes mit 2040 stärker sind als welche mit 1842, bzw. 1745. Aber wenn du dir die Erklärung oben nochmal ansiehst, wird schnell klar dass eine Röhre mit 4,0mm Außendurchmesser und 2,0mm Innendurchmesser deutlich weniger Material hat als eine Tube mit 4,5mm Außendurchmesser und nur 1,7mm Innendurchmesser. Immerhin ist diese nicht nur 0,5mm dicker, sondern der hohle Kern (Innendurchmesser) ist zudem noch 0,3mm kleiner.

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Tweaken

aus dem engl. „abknicken“. Hierbei bezeichnet man die Haltung und Position der Munition in der Pouch. Normalerweise will man die Pouch gerade als Verlängerung der Bänder ziehen, um ein sauberes Release der Munition zu erreichen. Ein Abknicken der Pouch samt Munition verändert die Flugbahn der Kugel erheblich. Gerade bei PFS ist diese Technik für Anfänger sehr zu empfehlen, da die Munition so gezielt über die Gabelenden abgelenkt werden kann, und schmerzhafte Handtreffer ausgeschlossen sind. Natürlich kommt es hier auf die Richtung des Tweakens an. Knickt man die Pouch mit Kugel so ab, dass sie oberhalb der Gabelenden steht, geht der Schuss garantiert auf die Finger/Gabel. Knickt man sie nach unten, wird die Kugel aus der Pouch in einem Bogen gelöst, welcher sich über die Gabelenden vollzieht. Auch bei ungeübten OTT Schützen kann ein leichtes Tweaken helfen Gabeltreffer zu vermeiden. Nachteil: Die veränderte Flugbahn macht es schwierig ein konstantes Trefferbild zu erreichen. PFS Schützen schießen meist intuitiv, und können die Flugbahn so ausgleichen, da sie sowieso nicht über einen speziellen Punkt an der Gabel zielen.

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Twisten

aus dem engl. „verdrehen“. Hier wird die Pouch mit samt der Munition um 90° oder sogar 180° (eher selten) verdreht. Die Bänder laufen jetzt nicht mehr sauber parallel zueinander, sondern sind eben verdreht. Auch diese Drehung verhindert Gabeltreffer ziemlich sicher, wobei sich auch hier die Flugbahn der Munition ändert. Wer wie ich die Pouch aus ergonomischen Gründen um 90° verdreht kann den Verlauf der Bänder ausgleichen in dem eine „Pre-Twisted“ Anbindung gewählt wird. 

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Wrap & Tuck (W&T oder W+T)

Ist einerseits eine Methode die Pouch an den Bändern zu befestigen, andererseits auch eine weit verbreitete und beliebte Methode die Bänder an den Gabelenden zu befestigen. Hierbei umwickelt (wrap) man die Bänder mehrfach mit einem Latexstreifen oder heutzutage eher Amber Belt, legt dann eine Schlaufe/Klemme/Hilfsmittel über die ersten Wicklungen, um letztendlich nach Weiteren zwei bis vier Umwicklungen das Ende des Latexstreifens mit Hilfe der Schlaufe/Klemme/Hilfsmittel unter den anderen Wicklungen durch zu ziehen. Dabei ensteht meist ein Geräuch welches als „Tuck“ bezeichnet wird. Bei dieser Methode ist keine Knoten notwendig. Einige schaffen es auch das Ende unter den anderen Wicklungen durch zu ziehen, indem sie die letzten zwei Wicklungen über den Daumen machen. Im Prinzip halten also alle Wicklungen sich selbst, da die letzten über das Ende gewickelt wurden.

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To be continued … Fortsetzung folgt …

Du hast noch was gefunden was nicht erklärt wurde? Dann poste es doch in den Kommentar unten. Wir werden zeitnah deine Frage beantworten und diese Liste entsprecfhend erweitern.

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